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Projekte

„Alle dabei!“ Januar 2016 bis Dezember 2016

 

 

Im Rahmen des Landesprogrammes „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ hat IN VIA Dresden die Möglichkeit von Januar bis Dezember 2016 „Alle dabei!“ als neues Projekt durchzuführen.

Ein Schulhalbjahr lang trafen sich Kinder im Alter zwischen 8 und 11 Jahren jeden Donnerstag im LUCY – Mädchentreff, erkundeten gemeinsam den Stadtteil Dresden-Pieschen und lernten Menschen kennen, die aus anderen Städten und Ländern hierhergekommen sind. Zu diesen erfahrenen Geschichten rund um die Themen „reisen, unterwegs sein, neu ankommen, sich in einer neuen Umgebung einleben“ entwickelten die Kinder unter pädagogischer Anleitung ein Aktionsspiel mit selbsterdachten Aktionsfeldern, Spielregeln, Ereigniskarten und Spielfiguren. Ihr dabei erworbenes Wissen vermittelten sie bereits bei verschiedenen öffentlichen Anlässen als SpielleiterInnen an andere Kinder und Erwachsene weiter.

Das Spiel kann auf Nachfrage in der LUCY ausgeliehen werden und eignet sich als didaktisches Werkzeug zum Einstieg in das Thema Migration und Vielfalt. In zwei für weitere TeilnehmerInnen geöffneten Wochenendworkshops erstellten die Kinder verschiedene kleine unterhaltsame Trickfilme. Weltkugeln wurden zum Drehen gebracht, 8 Kinder steigen aus einem Einzugskarton und kleine Köfferchen packen sich wie von Zauberhand selbst. Neben dem Einüben von technischen Fertigkeiten in den Bereichen Zeichnen, Collagieren, Modellieren, Fotografieren, Animieren und Videoschnitt erörterten die TeilnehmerInnen die Themen Einwanderung, Vielfalt und Miteinander auf ganz spielerisch-kreative Weise. Zum gesamten Projektverlauf erstellte der Leipziger Videograf Pedro Carnicer die aufschlussreiche wie unterhaltsame Videodokumentation "Alle dabei".

Gemeinsam mit den insgesamt 20 TeilnehmerInnen und weiteren zahlreichen Gästen, unter anderem stolze Eltern, PädagogInnen und enge FreundInnen, wurden alle Ergebnisse am 16. Juni 2016 im LUCY - Mädchentreff erfolgreich präsentiert. Das Projekt soll im 2. Halbjahr bis zum Jahresende fortgesetzt werden.

Geplant sind weitere Recherchen, Interviews, Zeichnungen und Modellbauten zur kulturellen Vielfalt Dresden-Pieschens, die schließlich in die Erstellung eines großen Stadtteilplans einfließen sollen.

 

„Kultur macht STARK – Dresden ERFAHREN“ 2015

 

IN VIA Schulsozialarbeit an der 26. Grundschule in  Kooperation mit dem Verkehrsmuseum Dresden und dem Medienfux

 

Schüler der 26. Grundschule Dresden eröffneten am 10. Februar die Workshop-Reihe des Medien- und Museumsprojektes im Verkehrsmuseum.

 

 

2013 bis 2017 fördern das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutsche Museumsbund mit dem Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ Maßnahmen kultureller Bildung. Angesprochen sind Einrichtungen vor Ort, die sich außerschulisch für kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen engagieren. Die Bandbreite reicht dabei von A wie Alltagskultur bis Z wie Zirkus, von eintägigen Schnupperangeboten bis zu mehrmonatigen Kursen.
 

Mit der Förderung der Bildungsbündnisse verfolgt das BMBF das Ziel, neue Bildungschancen zu eröffnen. Eine tragfähige Vernetzung unterschiedlicher Bildungsakteure auf lokaler Ebene, möglichst nah an den Kindern und Jugendlichen, zu fördern, ist ein weiteres Ziel.

 

In Dresden haben sich das Verkehrsmuseum Dresden und das ehemalige Programmkino Casablanca mit den Bündnispartnern IN VIA - der Katholische Verein für Mädchen- und Frauensozialarbeit Diözesanverband Dresden-Meißen e.V. und die Medienfux gGmbH

zusammengeschlossen. Gemeinsam wurde das Aktionsprogramm „Kultur macht STARK - Dresden ERFAHREN“ für Kinder entwickelt.

 

Bisher haben sich 16 Schüler der 26. Grundschule Dresden-Pieschen für das kostenlose Medien- und Museumsprojekt entschieden. Es findet von Februar bis August 2015 im Verkehrsmuseum Dresden und im ehemaligen Programmkino Casablanca statt.

 

Am 10. Februar fällt der Startschuss für den ersten musealen Workshop. In insgesamt 14 außerschulischen Workshops lernen die Kinder auf individuelle und spielerische Art das Verkehrsmuseum vor und hinter den „Kulissen“ kennen. Sie erkunden, welche Aufgaben ein Museum zu erfüllen hat und schnuppern in die verschiedenen Arbeitsbereiche hinein. Im nächsten Schritt denken sie sich unter dem Motto „Ich und die Verkehrsgeschichte meiner Stadt“ einen eigenen Museumsrundgang aus, um als professionelle „Museumslotsen“ das Verkehrsmuseum ihren Freunden und Klassenkameraden vorzustellen. Parallel dazu erstellen die Schüler ein „Museumsporträt“ in einem Video. Sie erarbeiten das Drehbuch, erlernen das Filmen und die Programme zum Herstellen von Filmen.

 

Die Ergebnisse des Projekts werden am 21. August der Öffentlichkeit präsentiert und im Rahmen einer kleinen Wanderausstellung in Dresden gezeigt.                  

 

 Presseartikel SZ  

 

 Presseartikel DNN

 

Presseartikel Morgenpost        

 

„Schule für alle“ Januar 2016 bis Dezember 2016

 

IN VIA Dresden hat vom Freistaat Sachsen die Möglichkeit bekommen, Schulen ein Jahr lang zu unterstützen, die dabei sind Vorbereitungsklassen einzurichten bzw. gerade eingerichtet haben.

Durch die im Jahr 2016 neu eingerichteten Vorbereitungsklassen an zwei Oberschulen in Dresden, sind Themenbereiche in den Schulalltag gelangt, deren Aufbereitung, Verarbeitung und Klärung durch die zusätzlichen Kapazitäten der Integrativen Maßnahme „Schule für alle“ angegangen und umgesetzt werden. Mit der 56. Oberschule und der 128. Oberschule wurden im ersten Halbjahr konkrete Kooperationspartner gefunden.

Unser Angebot an die Schulen ist:

  • Treffen mit den Fachkräften für DAZ und interessierten LehrerInnen und SozialarbeiterInnen aus der jeweiligen Schule – Absprache zu konkreten Unterstützungsmöglichkeiten
  • ein Netzwerk aus Ehrenamtlichen und PraktikantInnen zur Unterstützung der Lehrkräfte in den DAZ Klassen und bei der Integration der Kinder und Jugendlichen in die Regelklassen
  • Entwicklung von Lernpatenschaften
  • Schulungen für Lehrkräfte zu Integration, Migration, Umgang mit traumatisierten

Kindern und Jugendlichen, Sprachförderung im Regelunterricht

  • Projekte für Schulklassen und den Schülerrat organisieren und durchführen (zu den

Themen Heimat, Flucht, Diskriminierung, Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage)

 

Konkret hat sich an der 56. Oberschule „Am Trachenberg“ bspw. ein wöchentlicher Jour fix etabliert, an dem die Deutsch als Zweitsprache – LehrerInnen sowie die Schulleitung und die Fachkraft des Modellprojektes sich austauschen und anstehende Aufgaben besprechen.

Um die Arbeit in den Vorbereitungsklassen individueller, konstruktiver und nachhaltiger zu gestalten, haben wir an der 128. Oberschule in Dresden- Reick und an der 56. Oberschule ein Netzwerk an ehrenamtlichen UnterstützerInnen aktiviert. Diese begleiten die Kinder und Jugendlichen in den Unterrichts- oder Hausaufgabenzeiten.

Für die ehrenamtlichen und die hauptamtlichen Akteure beider Schulen gibt es ebenso regelmäßige Treffen zu gemeinsamen Absprachen und zur Reflektion der gemeinsamen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.

Darüber hinaus mussten Fragen und Unklarheiten der zukünftigen Fach- und KlassenlehrerInnen Raum zur Beantwortung finden, um die Jugendlichen stabil in die Regelklassen integrieren zu können. Hierzu fand in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Sprache in Dresden eine Einführungsveranstaltung für interessierte Lehrkräfte statt, die gut besucht und mit vielen spannenden Fragen gefüllt war.

Mit Spannung sehen wir auf das kommende Schuljahr. Dort haben wir Veranstaltungen zum rassismuskritischen Schulalltag mit SchülerInnen und LehrerInnen geplant. Dazu haben wir von verschiedenen Schulen LehrerInnen, SchulsozialarbeiterInnen und SchülerInnen eingeladen.